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9:9 – „Ein Kindgerechtes Spielmodell“

Herr Wilhelm, ab der Saison 2011/12 wird in ganz Deutschland im D-Jugend-Bereich verbindlich ein 9:9 praktiziert. Wie kam es zu dieser Regelung und was bedeutet das genau?

Karl-Heinz Wilhelm: Dies ist der Abschluss eines langjährigen Prozesses, der von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer eingeleitet wurde, damit den Kindern ein kindgerechtes Fußballspielen ermöglicht werden kann. Die Spielfelder sollen in punkto Abmessungen – genauso wie die Spielbälle in punkto Größe und Gewicht -altersklassengerecht angepasst sein. Damit soll es für die Kinder zu mehr Torraumszenen und mithin zu mehr positiven Spielerlebnissen kommen. Auf dem 40. Ordentlichen DFB-Bundestag in Essen wurde beschlossen, für den D-Jugend-Bereich diese neue Spielform einzuführen. Es handelt es sich um ein Spielen mit 9 Spielern inkl. Torwart auf einem verkleinerten Großfeld von Strafraum zu Strafraum. Der Strafraum des verkleinerten Spielfeldes beträgt 12 Meter im Rechteck um das Tor herum. Gespielt wird auf Kleinfeldtore der Größe 5 x 2 m, allerdings nach den Regeln des Großspielfeldes, d.h. z.B. inklusive der Abseits- und Rückpassregel. Die Neuerung wurde – gerade im Vorfeld des Bundestages – intensiv diskutiert. Ich persönlich finde, dass vom DFB-Bundestag aus verbandspolitischer Sicht ein recht vielversprechendes, weil kindgerechtes Spielmodell verabschiedet worden ist.

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